Deutsche Wanderjugend im Rhoenklub

 

 
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Rafting- und Canyoning Wochenende in Österreich

   
     

Rafting und Canyoning – zwei Begriffe, die sich irgendwie gefährlich anhören und damit wir dieses Vorurteil gleich beseitigen, hier mal ein paar Infos, was das überhaupt ist:

Rafting ist grundsätzlich keine gefährliche Sportart, wenn die üblichen Sicherheitsregeln eingehalten werden, Art und Umfang der Ausrüstung passen und ein guter Bootsführer an Bord ist. Zur Ausrüstung gehören mindestens Neopreanzug, Helm und feste Schuhe; dies alles hatten wir bei unserem sehr professionellen Rafting-Veranstalter ausgeliehen.

Wichtig beim Rafting ist die Zusammenarbeit im Team, so gibt es eine Hand voll Kommandos, mit denen der Bootsführer die Rafter und damit auch das Boot steuert. Bei Stromschnellen oder Steinen mitten im Fluss ist fest halten angesagt. Dazu hat man Fuß-Schlaufen am Boden, die Hände braucht man ja schließlich öfters mal zum Paddeln. Also wer – wie wir - keine Angst hat vorm „nass werden“, der muss Rafting unbedingt probieren.

Unter Canyoning versteht man das Begehen einer Schlucht von oben nach unten  in den unterschiedlichsten Varianten. Das hört sich bis jetzt noch nicht so spannend an. Doch durch den ständigen Wechsel von Abseilen, Klettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und manchmal sogar Tauchen wird das ganze zu einem tollen Naturerlebnis. Schließlich ist so manche Schlucht ein absoluter Hingucker und wenn man mittendrin ist, erst recht !

Wie auch beim Rafting steht beim Canyoning in erster Linie das gemeinsame Naturerlebnis im Vordergrund und ohne Teamgeist geht hier nix. Auch die Ausrüstung muss passen, wenn man die Canyons erobern will: Neopreanzug mit Socken, festes Schuhwerk, Helm, Canyoning-Gurt (mit fester Po-Unterlage fürs Rutschen) und Karabiner. Ihr seht, auch hier ist jede Menge Ausrüstung nötig.

Soweit zur Theorie. In der Praxis begann unser Ausflug am frühen Morgen des Fronleichnams-Donnerstag. Schließlich galt es, so schnell wie möglich nach Tirol anzureisen, denn am Mittag wartete schon die erste Tour auf uns. Da wir mit 37 Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr gut besetzt waren bei unserer Tour, mussten wir uns in 2 Gruppen aufteilen. Je eine ging zum Raften und eine zum Canyoning. So konnten wir am Abend ganz gut Erfahrungen austauschen, was der anderen Gruppe am nächsten Tag bevor stand …! Die Canyoning Gruppe musste auch gleich erfahren, wofür die Helme gut sind:  Man kann bei einem Hagelschauer beruhigt stehen bleiben, ohne Beulen am Kopf zu bekommen. Übrigends der einzige Anflug von schlechtem Wetter, ansonsten war Sonne pur angesagt für vier volle Tage.

Beim Canyoning wurde lange diskutiert, wie kalt das Wasser wohl sein mag. An den Gesichtern konnte man nach dem Auftauchen ablesen, dass es verdammt kalt war. Aber es half nichts, alle mussten durch und das stemmten auch alle ohne Zögern. Unser Bergführer begrüßte das mit den kurzen Worten „Ihr seid’s guat drauf!“. Ja, das waren wir.

Beim Raften war es nicht viel anders: Alle Mann (und natürlich auch die Frauen) hauten sich in die Paddel und stemmten sich den Stromschnellen entgegen. Und irgendwie überlegte man nach jeder „gefährlichen Stelle“, wie man es wieder geschafft hatte, ohne Kentern da durch gekommen zu sein. Also musste ein freiwilliges Bad herhalten – in Fachkreisen auch Bodyrafting genannt. Nur das Boot durfte man dabei nicht aus dem Auge verlieren, denn einfach mal hinschwimmen – das war leichter gesagt als getan bei der Strömung des Inns. Doch ehe der nächste Wellenbrecher auf dem Imster Schlucht bevor stand, waren alle wieder an Bord.

Unsere Pension und der kleine Ort Sautens im Ötztal wusste aber auch zu gefallen. So wurden abends lustige Liedchen gesungen, Würstchen gegrillt, im Pool gebadet und auch mal faul in der Sonne gelegen. Denn schließlich war der Tag anstrengend genug und ein bißchen Erholung in dieser herrlichen Berglandschaft des Ötztals sollte es ja bitte schön auch sein.

Am dritten Tag ging es dann noch in die Berge. Allerdings half uns beim Aufstieg eine kleine Gondel, die zufällig am Wegesrand auftauchte. Doch oben angekommen forderte uns der Aufstieg auf den Gipfel trotzdem nochmal alles ab. Aber die Erkenntnis, dass eine einfache Brotzeit am Gipfelkreuz in 2.400 Meter Höhe absolut unübertrefflich gut schmeckt, die nahmen alle Teilnehmer mit nach Hause. Und von der Fernsicht an diesem tollen Tag konnte man fast nicht genug bekommen.

An diesem letzten Abend wurde das Ötztal ein letztes mal unsicher gemacht, ehe man sich zu Bett begab. Der Sonntag stand dann wieder im Zeichen der Heimreise. Unterwegs machten wir dann nochmal kurz in Kempten im Allgäu halt und erreichten die Rhön am frühen Abend. Für die Jugendlichen war es eine gute Mischung aus „Herausforderung und Nervenkitzel“ auf der einen Seite aber auch „Naturerlebnis und Teamgeist“ auf der anderen Seite. Und wir sind sicher, dass dieser Ausflug der DWJ noch lange in Erinnerung bleiben wird und die kleinen Anekdoten dieser Reise noch oft die Runde machen werden …!

Petra & Matthias Zentgraf

 

DWJ im Rhönklub

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