Deutsche Wanderjugend im Rhoenklub

 

 
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25. Adventsingen in Geisa

 

Zum 25. Mal fand 2013 das Adventsingen am dritten Adventsonntag statt. In diesem Jahr in Geisa.

Unter der Organisation des damaligen Hauptjugendwartes Josef Kiesel war die Veranstaltung damals eine gemeinsame Veranstaltung vieler Zweigvereine vor Weihnachten. Im Lauf der Zeit hat sich das Adventsingen zu einer Benefizveranstaltung zum Wohl von unterstützungswürdigen Kinderprojekten verändert.

Unter der Leitung von Susanne Treis, Jugendwartin im Rhönklub ZV Geisa (Thüringen) wurde in diesem Jahr ein regelrechtes Konzert daraus. Das Jugendblasorchester sorgte mit Liedern weihnachtlichen Klängen, aber auch Stücken aus Peter Maffays „Tabaluga“ für angenehme Gänsehaut, nicht zuletzt durch die unglaublich gut gesungene Begleitung zu „Ich fühl wie du“.

Sebastian Ritz und Sofia Treis sangen gemeinsam „Halleluja“ und „The Rose“. Paula Rosa und Antonia Henkel sangen das bekannte englische Lied „The little Drummer Boy“ in einer wunderschönen deutschen Fassung, musikalisch begleitet von Cornelius und Sophia Treis und zur Musik der Gruppe „Stubenmusik“ tanzten die Mädchen der Kranluker Tanzgruppe mit Kerzen um den Altar herum. Einzelne Stücke am Klavier oder mit der Flöte, sowie Gedichte rundeten die gesamte Veranstaltung perfekt ab.

Bewegend schilderten Susanne Treis und Regina Freiwald dann von den beiden Projekten, die von den Spendengeldern aus der Veranstaltung profitieren können: Die Krebskinderstation der Klinik in Erfurt und das Kinderwaisenhaus in Bethlehem.

Das Waisenhaus La Crèche in Bethlehem ist das einzige Haus für Findelkinder im ganzen Westjordanland und wird weder durch die Regierung, noch durch sonstige religiöse Organisationen unterstützt. Hier leben rund 100 Kinder, die „unerwünscht“ waren und sofort nach der Geburt „entsorgt“ wurden.

Nach den starren Regeln der moslemischen Gesellschaft ist immer die Frau an einem unehelichen Kind Schuld, sogar wenn sie vergewaltigt wurde, so wird uns berichtet. Und auf diese Schuld steht in vielen der traditionellen Familien die Höchststrafe: der Tod. Dutzende solcher Ehren-Morde an Frauen soll es jedes Jahr im Westjordanland geben, die Justiz würde beide Augen zudrücken. Wer zur Rettung der Familienehre mordet, muss höchstens für ein paar Monate ins Gefängnis.

Wie groß die Not der jungen Mütter oft sein muss, bezeugen die irgendwo heimlich in Städten und Dörfern oder auch direkt vor La Crèche abgelegten Säuglinge.

Wie bewegend die beiden Vorträge waren, konnte man an den vollen Spendenkörbchen der Kinder sehen: Da klimperte kaum etwas, es war mehr das rascheln der vielen Scheine!
Als Dank bekam jeder Besucher / Spender beim verlassen der Kirche einen Gesangbuchengel, die die Jugendgruppen schon im September gebastelt hatten. Und es waren sehr viele nötig, denn die Kirche war so voll, dass leider auch Besucher draußen bleiben mussten und keinen Weg in die Kirche fanden.

Selbst nach der Veranstaltung wurden noch Spenden überwiesen, so dass Susanne Treis kurz vor Weihnachten die unglaubliche Spendensumme von 2.050,00 € melden konnte!

Vielen herzlichen Dank an alle beteiligten, besonders aber an die teilnehmenden Kinder und für die hervorragende Organisation an Susanne Treis!

Yvonne Weider
Hauptjugendwartin der DWJ im Rhönklub

 

       
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