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Eisbär, Löwe & Co. - Busfahrt zum Nürnberger Tierpark

 

Von der Homepage des Tierparks:

Seit 1986 gibt es die Nürnberger Zooschule, deren Aufgabe es ist, den Tiergarten als außerschulischen Lern- und Erfahrungsort bekannt zu machen und seinen Bildungsauftrag zu erfüllen.

Unterricht im Tiergarten ist von hohem pädagogischen Wert. Die direkte Begegnung von heimischen und fremdländischen Tieren ermöglicht ein multisensorisches Erleben; gemeinsames Beobachten und Forschen vermittelt wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen und fördert soziales Verhalten.

Zoounterricht kann fächerübergreifend genutzt werden und ermöglicht Einsichten in die Vernetzung ökologischer Systeme. Schülern aller Jahrgangsstufen dient der Tiergarten als „Grünes Klassenzimmer“ – Natur- und Artenschutz sind aber auch in der Erwachsenenbildung unverzichtbar.


Arten- und Naturschutz ist inzwischen eine der dringlichsten Aufgaben der Zoologischen Gärten weltweit. Dabei benötigen nicht nur exotische Tiere wie Tapire oder Elefanten unsere Hilfe, sondern auch einheimische wie Störche oder Steinböcke. Der Tiergarten leistet einen weiteren Beitrag zum Naturschutz in der Region, indem er die Vielfalt seiner Lebensräume erhält, weshalb er als Schutzgebiet der EU gemäß Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Zusätzlich unterhält der Tiergarten eine Auffangstation für verletzte Tiere, in der u.a. Störche, Greifvögel und Fledermäuse aufgenommen, von erfahrenen Tierpflegern aufgepäppelt und schließlich wieder freigelassen werden.

Für viele vom Aussterben bedrohte Tiere sind Zoologische Gärten zur letzten Zuflucht geworden. Tiere wie Wisente, Urwildpferde oder Oryxantilopen gäbe es heute nicht mehr, wenn Zoologische Gärten sich nicht um ihren Erhalt bemüht hätten. Wisente, Arabische Oryxantilopen sind bereits wieder erfolgreich in der Natur angesiedelt worden und auch das Projekt für Urwildpferde verläuft bisher erfolgreich. Diese und andere Tierarten konnten nur in der geschützten Ersatzheimat Zoo überleben, wo ihr Bestand mit ausgefeilten Zuchtprogrammen gesichert wurde.

Der Tiergarten beteiligt sich bei mehr als 30 Arten an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) und koordiniert die EEP´s für Seekühe, Weißnackenkraniche und Schabrackentapire. Geeignete Lebensbedingungen für Wildtiere in Zoos zu schaffen, ist eine schwierige Aufgabe. Gut strukturierte Gehege, optimal ausgewogene Ernährung und eine tiermedizinische Versorgung gehören dazu. Unter solchen Voraussetzungen können die Tiere ihr natürliches Verhalten weitgehend beibehalten, was für eine spätere Auswilderung und das Leben in der Natur lebensnotwendig ist. In den letzten Jahren hat sich der Tiergarten aktiv an Wiederansiedelungsprojekten von Urwildpferden in der Mongolei, von Luchsen in Polen, Steinböcken und Bartgeiern in den Alpen sowie von Uralkäuzen im Nationalpark Bayerischer Wald beteiligt.

Auf Grund der vorgenannten Informationen und unserem diesjährigen Thema „Naturschutz“ erschien der Nürnberger Tierpark ein pädagogisch wertvolles Ziel für einen anschaulichen Tag „hinter den Kulissen“ in der Arbeit von Tierpflegern, aber auch im Artenschutz.

Bei der angebotenen Führung wurde die recht große Gruppe in Kleingruppen aufgeteilt und zu interessanten Punkten des Tierparks geführt. So erlebten die Kinder den Gorilla „Fritz“. Fritz wurde etwa 1963 in Kamerun in freier Wildbahn geboren und kam mit etwa 6-7 Jahren in den Nürnberger Tierpark. In freier Wildbahn wäre er nicht so alt geworden. „Was aber ist das Alter gegen die Freiheit?“ Nur eines der kritischen Fragen der Kinder vor Ort… In den Sommermonaten fühlt sich die Gorillagruppe sehr viel wohler, so der Pfleger, denn dann ist die Gruppe im weitläufigen Außengehege und kann sich dort freier bewegen.

Begeistert besuchten die jüngeren Kindern die Totenkopfäffchen, aus Pippi Langstrumpf schon bekannt. Dass Pippi jedoch den Affen „Herr Nielsson“ völlig artfremd hält, da er ohne Artgenossen lebt, war den Kids nicht bewusst.

Ungewohnt für die jungen Besucher war, dass viele verschiedene Arten zusammen in einem Gehege wohnen. Nein, natürlich nicht die Löwen mit den Antilopen, aber beispielsweise in der Afrika-Anlage leben Zebras, Straußen und Elenantilopen zusammen. Der Besucher erhält einen besseren Einblick in die Komplexität der Tierwelt und die Tiere haben eine sinnvolle Beschäftigung. Das geht immer dann, wenn sie untereinander nicht in der Nahrung konkurrieren.

Sicherlich ein großes Highlight war zum Abschluss des Tages die Vorführung in der Delfinlagune und die anschließende Fütterung der Raubtiere, aber auch die Möglichkeit, im Manatihaus die riesigen Seekühe durch eine dicke Glasscheibe unter Wasser zu bewundern.

Mit solchen Eindrücken und Beispielen wurden die Kinder über den Vormittag über das Gelände geführt.

Anschließend wurden die Rallyefragen ausgeteilt und altersabhängig (Grundschule bzw. ab 5. Klasse) in Eigenarbeit beantwortet.

 

       
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